Leben ist Veränderung...
                  

Veränderung ist Leben

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Hallo und Herzlich Willkommen auf meinem Blog für Psychotherapie und Hypnose!

dies ist ein freies Forum für Gedanken, Erfahrungen und Meinungen, getragen von gegenseitigem Respekt und der Achtung vor den Gefühlen anderer.

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Gedanken zur Reinkarnation

Gepostet am 16. März 2018 um 9:15
Das Leben, das ich selbst gewählt

Eh ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte.
Da war der Irrtum, der gefangen nahm,
da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Da waren auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage
und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als auserwählter hoher Geist gedenkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle und der Mangel.
Mir ward gezeigt die Wunde d´raus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört ein Wesen ich die Frage tun,
ob dies zu leben ich mich wohl getraute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme –
„ Dies ist das Leben, das ich leben will! “
Gab ich zur Antwort mit entschloßner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward geboren ich in diese Welt,
so war´s als ich ins neue Leben trat.
Ich klage nicht, wenn´s oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab ich es bejaht.
Hermann Hesse


Achtung Weihnachtsstress !

Gepostet am 23. Oktober 2017 um 13:20

Jetzt ist es bald wieder soweit: die Weihnachtszeit naht.


Letzte Woche an der Supermarktkasse habe ich folgendes gehört, eine Dame telefonierte: "Ja, wir müssten uns wirklich mal wieder zusammensetzen und reden, aber vor Weihnachten wird das nichts mehr, ich bin total im Stress."


Total im Stress - wie kann das sein? Es ist doch erst Oktober.


Und doch ist dies kein Einzelfall.


Warum tun wir uns das an?


Weihnachten - das Fest der Liebe - löst in uns so viele Sehnsüchte, Wünsche, Hoffnungen aber auch Ansprüche an uns und Andere aus, dass es schlichtweg unmöglich wird allem gerecht zu werden. Dies führt zwangsläufig zu Frustration und Stress.


Wäre nicht gerade jetzt die Zeit einmal innezuhalten und sich Zeit zu nehmen?


- für gute Gespräche mit Freunden oder dem Partner


- für einen Spaziergang durch den Wald


- für eine Tasse Kaffee oder Tee und ein gutes Buch


- für einen Abend auf der Couch


Geht das denn? Man muss doch noch so viel erledigen, hat noch so viele Termine.


Ja, das geht!


Fragen Sie sich:

Muss ich das wirklich? Möchte ich das jetzt tun? Muss immer alles perfekt sein?


Immer wenn Sie eine dieser Fragen spontan mit Nein beantworten können, tun Sie einfach das was Ihnen jetzt gerade gut tut.



Ich wünsche Ihnen eine entspannte, friedliche und genussvolle Vorweihnachtszeit

Angst hat jeder

Gepostet am 6. Februar 2015 um 9:15

Jeder Mensch hat Angst !


Angst ist eine natürliche Reaktion auf Gefahren oder unbekannte Situationen, sie hilft uns zu überleben.

Angst an sich ist also nichts Schlechtes, sondern gesund und wichtig.


Warum haben dann so viele Menschen Probleme mit der Angst?


weil hier etwas passiert ist: die Angst ist übermächtig geworden, hat so zu sagen die Kontrolle übernommen, und schränkt sie in ihrem Leben oder zumindest in bestimmten Bereichen ein.


Die Ausprägung und Stärke der Angst kann von leichter Nervosität bis hin zur Panikattacke, in der gar nichts mehr geht, reichen.


Ängste können sehr vielfältig sein, man kann praktisch vor allem Angst haben:

vor Fahrstühlen, vor dem Fliegen, vor dem Zahnarztbesuch, vor Prüfungen, aber auch vor Krieg, Krankheit oder Arbeitsplatzverlust, oder ganz klassisch vor Spinnen oder Schlangen.

Ja, man kann sogar Angst vor der Angst haben.


Dies kann viele Ursachen haben. Manche scheinen offensichtlich, negative Erfahrungen und Erlebnisse zum Beispiel, manche sind nicht so leicht zu fassen und manchmal scheint es überhaupt keinen Grund zu geben.


Wie auch immer die Angst entstanden ist, sie führt meist zu Vermeidung


Angst führt zu → Vermeidung führt zu → Aufrechterhaltung/Verstärkung der Angst


und damit in einen Teufelskreis, aus dem man alleine nur schwer wieder herauskommt.


Hier kann Hypnose wirksam helfen!

Jeder hat Geheimnisse

Gepostet am 18. Juli 2014 um 4:55

Es gibt immer noch Menschen, die Hypnose nicht nutzen, obwohl sie eine effektive Verbesserung ihrer Lebensqualität bewirken könnte.


Warum ist das so?


Nun, jeder hat Geheimnisse. Dinge, von denen er nicht möchte, dass sie ein anderer erfährt... und das ist auch in Ordnung!


Diese unbestimmt Angst vor der Hypnose beruht auf der falschen Vorstellung, dass man in Trance keine Kontrolle darüber hat was man sagt oder tut. Diese Angst wird durch Hypnoseshows, in denen sich Menschen freiwillig zum Affen machen natürlich noch geschürt.


Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Hypnoseshows, sie haben genauso ihre Berechtigung wie andere Bühnenauftritte oder Unterhaltungssendungen. Niemand würde dem Bauer verwehren sich eine Frau zu suchen, oder der Bachelorette ihren Traumtyp nicht gönnen. Allerdings dürfte den meisten Menschen klar sein, das es sich hierbei um eine Show handelt, die in erster Linie unterhalten soll und mit der Wirklichkeit nur sehr entfernt zu tun hat.


Hypnose dagegen, hmm...


Ich erinnere mich noch gut an meine erste Hypnoseerfahrung:


Eine Hypnoseshow in einer Dorfdisco: Partystimmung!

Der Hypnotiseur ging durch die Menge und suchte scheinbar wahllos Kandidaten aus und bat sie auf die Bühne. Auch ich wurde ausgesucht. Ich erinnere mich noch sehr gut an das unbehagliche Gefühl, da zu stehen und von allen angestarrt zu werden.

Warum ich mitgemacht habe? Schon mal was von Gruppendruck gehört?

Alle deine Freunde stehen um dich herum und finden es toll, dass du ausgesucht wurdest, gleichzeitig bist du schon im Fokus des Publikums, da der Hypnotiseur mit dem Mikrofon ja direkt neben dir steht, da noch "Nein" sagen ist nicht einfach (zu meiner Entschuldigung: ich war erst 17).


Also da stand ich nun und wurde mit den anderen hypnotisiert und tatsächlich: ich konnte meine Augen nicht mehr öffnen!


Ich hörte wie der Hypnotiseur anderen Befehle gab: "Du bist ein Rock-Star und spielst ein E-Gitarren-Solo" oder "Du bist eine Primaballerina und tanzt gerade Schwanensee" und ich hörte das Gejohle der Menge.

In mir baute sich eine ungeheure Spannung auf, ich weiss noch das meine Fäuste so fest geballt waren das meine Finger anfingen zu kribbeln.

Dann spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und erhielt eine Anweisung.

Ich weiss auch heute nicht mehr was ich eigentlich tun sollte, ich weiss nur, dass etwas in mir "Nein" sagte und ich stocksteif stehengeblieben bin.

Dann gingen meine Augen auf und ich hatte ein ganz blödes Gefühl (so eine Mischung aus Spielverderber und Versager).

Der Hypnotiseur hatte sich schon längst einem anderen Kandidaten zugewandt und ich stand da und fragte mich warum es bei mir nicht funktioniert hatte.

Ich gelangte zu der Überzeugung, dass ich wohl nicht hypnotisierbar wäre. Irgendwie war ich sogar stolz darauf und habe es später auch immer behauptet.


Als ich meine Hypnoseausbildung begann war ich immer noch überzeugt selbst nicht hypnotisierbar zu sein.

Nun gehört es zur Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung auch selbst  hypnotisiert zu werden. Ich dachte nur "mach du mal, dass klappt sowieso nicht".

Ich schloss meine Augen, obwohl ich nicht das Gefühl hatte es zu "müssen". Die folgende Erfahrung war sehr angenehm und entspannend, ich hörte der Stimme zu und lies mich einfach treiben, Bilder sah ich keine, auch keine Farben, ich hörte alle Geräusche um mich herum (Papier rascheln, Stühle rücken, etc.) aber irgendwie war das nicht wichtig.

Als ich aus der Trance zurückgeführt wurde hatte ich nicht das Gefühl das ich in Hypnose gewesen wäre. Ich hatte ja alles mitbekommen. Aber die 10 Minuten Entspannung waren trotzdem sehr angenehm gewesen.


Nur... es war beinahe eine Stunde!

Wenn ich es nicht auf meiner eigenen Uhr gesehen hätte, hätte ich es nicht geglaubt. Dieser subjektive Zeitverlust hat mich zuerst sehr verwirrt.

War ich doch in Trance gewesen? Waren da vielleicht Dinge, an die ich mich nicht erinnern konnte?

Aber nein, ich konnte mich an alles erinnern, nur kam es mir viel kürzer vor.


Vor der nächsten Hypnose hatte ich etwas Angst. Wovor? Tja, wovor eigentlich?

Vielleicht Dinge zu erzählen, die mir peinlich sind, schmerzliche Erinnerungen wachzurufen, die Kontrolle zu verlieren.


Meine wichtigste Erkenntnis: zu Hypnose gehört Vertrauen und das Gefühl gut aufgehoben zu sein!


und... ich habe verstanden, dass ich mich nicht hilflos ausliefere, das ich nur die Dinge sage oder tue, die ich selber sagen oder tun will, dass mich niemand manipulieren kann!

Diese Erfahrung hatte ich auch schon bei der Hypnoseshow in der Dorfdisco gemacht, nur war mir das damals nicht klar.


Heute weiss ich, dass meine Geheimnisse geheim bleiben, wenn ich das wünsche.

Auch in der Hypnose!


Warum Psychotherapie? ... ich bin doch nicht verrückt!

Gepostet am 2. Juni 2014 um 15:55

Stellen Sie sich 3 einfache Situationen vor:

Ihre Frisur gefällt Ihnen nicht mehr oder Ihre Haare sind zu lang. Was tun Sie?

Klar, Sie gehen zum Frisör!

Sie nehmen sich nicht einfach eine Schere und schneiden ihre Haare selber ab, obwohl das natürlich viel billiger wäre und eine Schere haben Sie sicher auch.

Sie bitten wahrscheinlich auch nicht Ihre Freundin darum, auch das wäre billiger und eine Schere hätte sie natürlich auch.

Warum tun Sie das nicht?

Warum gehen Sie lieber zum Frisör und bezahlen Geld dafür?

Vielleicht, weil Ihnen Ihr Aussehen wichtig ist, weil es Ihnen nicht egal ist, wie Sie auf andere wirken oder was Ihre Mitmenschen von Ihnen denken.

Das verstehe ich sehr gut - das geht wohl den meisten von uns so, das ist normal.


Sie sind auf dem Weg nach hause und eine Warnleuchte sagt Ihnen, dass die Bremsen an Ihrem Auto nicht mehr richtig funktionieren. Was tun sie?

Klar - Sie fahren schnellstmöglich in eine Werkstatt und lassen Ihr Auto durchsehen!

Sie kaufen sich nicht im Baumarkt einen Schraubenschlüssel und versuchen das selbst zu reparieren, obwohl das billiger wäre.

Sie bitten vermutlich auch nicht Ihren netten Nachbarn darum, einen Schraubenschlüssel hat der sicher und auch das wäre bestimmt billiger.

Warum tun Sie das nicht?

Warum fahren Sie lieber in eine Werkstatt und lassen einen Fachmann ran, auch wenn das teurer ist?

Wahrscheinlich, weil Sie auf Ihr Auto angewiesen sind, weil es zuverlässig funktionieren muss und weil Ihnen Ihre Sicherheit und die der anderen wichtig ist.

Auch das verstehe ich - man kann nur hoffen, dass jeder so denkt, das ist normal, alles andere wäre sogar gefährlich.


Sie haben sich in einer grossen Stadt verirrt. Was tun Sie?

Klar - Sie fragen nach dem Weg, oder rufen ein Taxi, das Sie sicher an Ihr Ziel bringt.

Sie laufen nicht stundenlang, schlimmstenfalls sogar im Kreis, durch die Strassen, bis es dunkel wird und Sie völlig erschöpft sind, nur weil Sie es alleine schaffen wollen.

Sie bleiben nicht einfach an einer Strassenecke stehen und warten darauf, dass Sie sich plötzlich von alleine wieder auskennen.

Warum tun Sie das nicht?

Warum lassen Sie sich lieber sicher an Ihr Ziel bringen, auch wenn das Geld kostet?

Weil Sie ein vernünftiger Mensch sind und alles andere doch ziemlich verrückt und aussichtslos wäre.

Da haben Sie vollkommen recht!


Sie sind in einer Situation oder haben ein Problem, das Sie mehr und mehr belastet, das immer mehr Bereiche Ihres Lebens überschattet. Sie wissen nicht weiter. Was tun Sie?

Sie sprechen mit Ihrer Freundin, das ist umsonst.

Sie fragen Ihren netten Nachbarn um Rat, auch das kostet nichts (ausser vielleicht Nerven).

oder Sie sprechen mit niemandem, weil keiner merken soll, das Sie in dieser Situation sind oder dieses Problem haben und Sie das alleine hinkriegen wollen.

Warum tun Sie das?

Warum gehen Sie nicht lieber zu einem Therapeuten, auch wenn das Geld kostet?

Das verstehe ich nicht - das wäre normal!




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